Archiv | Veranstaltung RSS für diesen Bereich

Eröffnungsrede der Ausstellung Neofaschismus

Neofaschismus Flyer InternetDie Rede, welche das Aktionsbündnis „Schöner leben – Nazis stoppen“, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Neofaschismus in Deutschland“ im Wormser Rathaus, neben der Lutbergemeinde, einem Vertreter des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus und OB Kissel gehalten hat.

Presselinks: Wormser Zeitung, Nibelungen Kurier

„Sehr geehrter Herr Kissel,

Sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Genossinnen und Genossen

„Neofaschismus in Deutschland“ lautet der Titel der Ausstellung, die wir zusammen mit dem „Runden Runden Tisch der Luthergemeinde gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ sowie dem VVN-BdA RLP nach Worms gebracht haben. Diese Ausstellung war uns gerade in Worms wichtig. Unter einer Politik des Wegschauens und Ignorierens rechter Strömungen konnte sich hier in den letzten Jahren eine Naziszene etablieren. Sichtbar wurde dies mit der Präsenz eines Vertreters der NPD im Wormser Stadtrat und – ich möchte anmerken – wir konnten nach der Wahl froh sein, dass es nur einer war.
Lies mehr …

Ausstellung Neofaschismus in Deutschland

Neofaschismus Flyer InternetAusstellung „Neofaschismus in Deutschland“

vom 28. Mai bis 11. Juni 2015 im Rathaus der Stadt Worms.

Neonazis diskriminieren in Deutschland Menschen, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in ihr Menschen-und Weltpild passen. Über 180 Todesopfer hat die neofaschistische und rassistische Gewalt seit 1990 gefordert. Die Hetze gegen Flüchtlinge und die tätlichen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nehmen in erschreckendem Umfang zu. Auch in Worms versuchen NPD und andere Neonazis, ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.
Die Ausstellung will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht zum Alltag gehört. Sie informiert über dessen Ideologie und Praxis und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns.

Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 27. Mai 2015, 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist im Rathaus vom 28. Mai bis 11. Juni, montags bis donnerstags, von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie freitags bis 17.30 Uhr zu sehen.

Wir veranstalten die Ausstellung zusammen mit dem „Runden Tisch der Luthergemeinde gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ sowie dem VVN-BdA RLP. Finanziell gefördert wurde die Ausstellung in Worms durch den Förderverein Projekt Osthofen e.V., dem Kulturamt der Stadt Worms, dem DGB-Stadtverband Worms und Einzelgewerkschaften.

27.1.2015 Stoppt die rechten Provokateure!

Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms

27. Januar 2015 in Worms
Stoppt die rechten Provokateure!

Aktives Gedenken an die Opfer des Naziregimes muss heute auch heißen:
Vielfältiges mutiges Engagement
– gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
– für ein uneingeschränktes Asylrecht und Solidarität mit den Flüchtlingen!

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen als Teil der Anti-Hitler-Koalition das Konzentrations und Vernichtungslager Auschwitz in Polen. Die dort menschenunwürdig untergebrachten und unmenschlich behandelten Überlebenden gaben Zeugnis von Verbrechen der Nazis, wie sie
bis dahin nicht für möglich gehalten wurden. Deshalb ist der jährliche Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar nicht nur eine Erinnerung, sondern auch eine Mahnung an jüngere Generationen, solche Grausamkeit nicht bloß abzulehnen und zu ächten, sondern alles Erdenkliche zu tun, um Menschen vor rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Kreaturen zu schützen.

In diesem Sinne wendet sich das „Bündnis gegen Naziaufmärsche
Worms“ nicht nur gegen die für den 27. Januar 2015 von der NPD in Worms vor der Pestalozzi-Schule geplante Zusammenrottung von Nazis und die zu erwartenden hetzerischen Angriffe auf die Flüchtlinge in unserer Stadt. Gleichzeitig ruft das Bündnis alle Wormser Bürger/innen auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen der aktiven Solidarität mit allen aus anderen Ländern
eingewanderten und hier in unserer Mitte lebenden Menschen zu setzen.
Beteiligt Euch am 27. Januar 2015
ab 14 Uhr am Protest gegen den geplanten Naziaufmarsch und
ab 16 Uhr an der Solidaritätskundgebung
vor der Pestalozzi-Schule, Bensheimer Straße 45, in Worms.

Veranstalter: Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms
Verantwortlich: Silvia Schall und Heiner Bögler

Nachberichte:

http://www.w1-extrablatt.de/nachrichten/detail/anzeigen/5756/

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/kundgebung-der-npd-in-worms-loest-protest-aus-mehr-als-hundert-teilnehmer-bei-gegendemonstration_14964292.htm

Mahnwache gegen Rechts

Aufruf zur Mahnwache zur Stadtratssitzung am 23. Juli 2014

Bei der Kommunalwahl 2014 konnte die NPD in Worms einen Stimmenanteil von 2,83% erreichen und somit ein Mandat im neu gewählten Wormser Stadtrat erreichen. Dieses Ergebnis ist mehr als nur ein Warnschuss, scheint die Stimmungsmache der NPD gegen Flüchtlinge und Menschen islamischen Glaubenes in einigen Stadteilen eine gewisse Zustimmung erfahren zu haben. Gleichzeitig ist der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ bei der Europawahl mit einem Stimmenanteil von 7,8% ebenfalls mehr als nur ein Achtungserfolg gelungen. Am 23. Juli trifft sich um 14 Uhr erstmals der neu gewählte Stadtrat.

Wir als Bündnis „Schöner leben – Nazis stoppen“, in dem sich Gruppen, Parteivertreter_innen und Einzelpersonen aus Worms und Umgebung zusammengeschlossen haben, möchten zur Teilnahme an einer Mahnwache aufrufen. Denn Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz können niemals die Antworten auf wirtschaftliche Krisenhaftigkeit und die damit verbundenen Unsicherheiten sein.

Kundgebung
am 23. Juli 2014 ab 11:30 Uhr
auf dem Wormser Marktplatz

Lasst uns gemeinsam NEIN sagen zu rechter Hetze, zu offen faschistischen Äußerungen der NPD, genauso wie zum Rassismus der AfD. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass in unserer Gesellschaft kein Platz ist für Rassismus, Intoleranz, Verwertungslogik, Homophobie und Sexismus.

Nachbericht Vortrag Rechtspopulismus und rechte Krisenlösungen

Andreas Kemper Referent Andreas Kemper (von https://andreaskemper.wordpress.com/kontakt/)

Am Freitag, den 23. Mai 2014 fand im Café Affenhaus in Worms die Veranstaltung „Rechtspopulismus und rechte Krisenlösungen am Beispiel der Alternative für Deutschland“ mit dem Referenten Andreas Kemper aus Münster statt. Veranstalter waren das Kritische Kollektiv / iL Rhein-Neckar, die Grüne Jugend Worms und die Linksjugend Worms. Der Publizist, Blogger und Soziologe Andreas Kemper arbeitet zu den Themen Bildungsbenachteiligung, Klassismus, Sozialselektivität und Biologismus.

Das Café war für den großen Andrang zu klein, über 30 Leute wollten mehr über die Gefahren der neuen rechten Partei wissen, die an diesem Wochenende vermutlich ins Europaparlament einziehen wird.

Kemper ging auf die Vorgängerorganisationen ein, die mittels einer „neuen konservativen Revolution“ das Wählerpotenzial, welches Sarrazin angesprochen hatte, in eine neue Partei gießen wollte und beleuchtete die Verbindungen der AfD-Gründer mit den Verbänden der Familienunternehmen, aus denen massive finanzielle Unterstützung für die neue Partei gezahlt wurde.
Der Referent trug seine Recherchen zu den Spitzenkanidaten für die Europwahl vor, welche die beiden großen Themen und Konfliktlinien innerhab der AfD aufzeigten. So stehen Hans-Olaf Henkel und Bernd Lucke für die neoliberale Linie, die mittels eines Umbaus der demokratischen Entscheidungsstruktur (wie zum Beispiel die Einschränkung des Wahlrechts für Arme) einen umfassenden Abbau der Sozialsysteme und eine Absenkung der Löhne für Geringverdiener fordert. Die nationalliberale Linie der aktuell 18.000 Mitglieder starken Partei bedient das rechtspopulistische, evangelikale und adlige Klientel, welches Themen wie Migration und Familie reaktionär umdeutet. Dies hat auch zu unschönen Schlagzeilen von Zusammenarbeit mit Neonazis und Faschismusrelativierungen geführt. Aus diesen Ausrichtungen entstehen auch Spannungen, die bei Koalitionsfragen auftreten werden.

Die anschließende Diskussion drehte sich unter anderem um den überraschenden Wahlerfolg der AfD und warum sie so viel Erfolg hat bei Menschen, die sie eigentlich verachtet. Die Antwort von Andreas Kemper darauf war, dass zum einen die Leute nur langsam verstehen, was die AFD wirklich will und merken dass sie nicht ihre Interessen vertritt.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten