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1. Mai: NPD Aufmarsch durch Worms blockiert

schönerlebenPressemitteilung des Bündnisses Schöner leben – Nazis stoppen

Gemeinsam mit Antifaschist*innen aus der Region haben wir heute erfolgreich verhindert, dass die NPD ihren Aufmarsch durch Worms durchführen konnte. Worms hat deutlich gezeigt, dass Nazis in dieser Stadt nicht erwünscht sind. Trotz des Regens haben rund 400 Aktivist*innen den Kreisel Gaustraße/Pfortenring blockiert. Eine Sitzblockade mit etwa 25 Personen in der Renzstraße wurde zuvor von der Polizei geräumt. Nachdem die Nazis zwar in der Renzstraße ihren Aufmarsch beginnen konnten, wurden sie nach etwa zwei Stunden Warten wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückgeschickt. Das Blockadekonzept des Bündnis Schöner Leben – Nazis Stoppen ist so wie wir es geplant hatten vollends aufgegangen und wir verbuchen den Tag als Erfolg für uns. Dass in Worms die Nazis heute keine Chance hatten, hat die Stadt vor allem denen zu verdanken, die im Vorfeld als „gewalttätige Autonome“ verschrien wurden. Erst das solidarische und entschlossene Handeln von Antifaschist*innen aus Worms und umliegenden Städten hat diesen Tag möglich gemacht.

Mit einer kraftvollen Spontandemonstration auf Teilen der geplanten Route des rechten Aufmarsches sind die Blockierenden dann zurück zum Hauptbahnhof gezogen.

Wir verurteilen die völlig überzogenen Vorkontrollen der Polizei bei den anreisenden Gegendemonstrant*innen. Durch diese Schikanen wird legitimer antifaschistischer Protest diskreditiert. Zudem verurteilen wir die unprovozierten Angriffe einzelner Polizist*innen auf Antifaschist*innen.

Wir bedanken uns bei allen Leuten, die heute auf der Straße waren und den Aufmarsch der NPD verhindert haben. Ein großes Dank gebührt auch denjenigen, die an der Vorbereitung und Planung dieses Tages beteiligt waren. Gute Besserung an die verletzten Demonstrant*innen.

Bündnis Schöner Leben – Nazis Stoppen

 

Nachberichte: Beobachternews  ,     Antifascist Infoblog Rhein-Neckar
Facebook: Schöner leben – Nazis stoppen

NPD sammelt Spenden gegen sich selbst

JUNG, FRECH, NATIONAL
Das Wormser Aktionbündnis „Schöner leben — Nazis stoppen“ greift zusammen mit dem „Runden Tisch der Luthergemeinde“ anlässlich der Stadtratssitzung einen Vorschlag des Stadtmagazins WO! auf. „Da sich die „Arbeit“ des Herren von der NPD bisher auf eine Flut unsinniger bis offen rechtsextremer Anfragen beschränkt, haben wir uns entschlossen,
gemeinsam mit dem Stadtmagazin WO! pro Anfrage 5 Euro an EXIT Deutschland zu überweisen. Bei angekündigten 200 Fragen käme da schon
ein ordentlicher Betrag zusammen, mit dem das Programm für ausstiegswillige Rechtsradikale unterstützt werden kann“ so Klaus Thyes
vom Wormser Aktionsbündnis. „Somit hilft die Wormser NPD mit jeder Anfrage Menschen aus der rechten Szene auszusteigen- dafür möchten wir
uns bedanken“. Wer die Aktion noch unterstützen möchte, kann dies durch einen Beitrag auf das Konto der Luthergemeinde bei der Sparkasse
Worms-Alzey-Ried, IBAN DE57 55350010 0004008018, BIC: MALADE51WOR tun.

Bitte bei Spenden-Einzahlungen immer angeben: RT 6537-Runder Tisch: 0300.10.2200, EXIT. Auch während des Krippenspiels auf dem
Weihnachtsmarkt kann für die Aktion gespendet und somit ein Zeichen gegen rechts gesetzt werden.

Braune Untertöne bei Wormser Montagsmahnwache

(Entnommen von https://linksunten.indymedia.org/de/node/116717)

Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne – und jede Menge braune Untertöne

Erste Montagsmahnwache in Worms hält was sie verspricht.

Kriegstreiber, Medienlüge und Finanzbetrug stoppen, zu diesen Punkten fand am Montag den 9.06.2014 die erste „Mahnwache“ in Worms statt. Im Vorfeld war die Veranstaltung insbesondere von den Rechtspopulisten der „Alternative für Deutschland“ beworben worden und dort wurden auch Flugblätter der AfD verteilt.

Bereits im Vorfeld gab es Diskussionen über den verschwörungstheoretischen Charakter der Veranstaltung. Was dann am Montag folgte waren teilweise Belanglosigkeiten wie eine längere Ausführung zu der These „Die Bank ist nicht dein Freund“ da diese tatsächlich nicht vorhandenes Geld verleihen würde um damit, man höre und staune, auch noch Gewinne zu machen.

Gefolgt von üblichen verschwörungstheoretischen Behauptungen wie, dass die Amerikaner hinter den Anschlägen auf das „World Trade Center“ stecken um einen Kriegsgrund gegen Afghanistan zu besitzen, wurde nebenbei erwähnt, dass der Auslöser des 2. Weltkrieg kein Überfall einer faschistischen Diktatur auf umliegende Staaten war, sondern dieser genauso wie der 1. Weltkrieg auf Provokationen von Geheimdiensten zurückzuführen sei, laut dem Redner „Paul“.

In einem Flugblatt, das bei der Veranstaltung verteilt wurde heißt es: „Wir haben am 2. WK nicht teilgenommen, um ca. 25% Steuern an die Besatzungsmächte zu bezahlen“ – da drängt sich natürlich die Frage auf: wofür haben „wir“ denn eigentlich „teilgenommen“? So wird im gleichen Wortlaut behauptet, dass das deutsche Volk seit 70 Jahren besetzt wird.

Wirklich zur Sache ging es dann in den Gesprächen nach der eigentlichen Mahnwache. So war es äußerst schwierig unter den diskutierenden Menschen, welche zu finden die den Holocaust nicht abstritten oder zumindest meinten man wisse letztendlich nicht ob er stattgefunden habe. Gerade auf die Frage nach der deutschen Geschichte und ob das mit den Geheimdienstprovokationen als Auslöser für den zweiten Weltkrieg wirklich so gemeint war, folgten immer wieder die selben Phrasen wie „ich habe damals nicht gelebt und habe es satt mich als Deutscher immer dafür zu rechtfertigen“.

Besonders beim Thema Ukraine kam die plumpe Anti-Amerika Haltung zum Vorschein. So wurde zu Russland von „einwandfreien Referenden“ und ignorierten objektiven russischen Berichten geredet. Für die USA gab es nur Ausführungen wie „Putschregierung“, CIA-Agenten und die Demonstranten auf dem Maidan waren alles bezahlte Söldner. Garniert wurde das mit Ausdrücken wie „Unser Blut wird fließen“, „Wir erwachen aus unserem Schlaf“ und weiteren.

Bei den Massenmedien sind sich die Mahnwächter nicht so sicher, einerseits lügen sie alle (!) . Andererseits werden Youtube-Videos als zuverlässige Informationsquelle genannt, aber gleichzeitig vor der bösen Youtube-Propaganda gewarnt.

Insgesamt wirkte die Veranstaltung irgendwie wie eine Mischung aus NPD Stammtisch trifft Scientology.

Vor diesem Hintergrund wird erneut deutlich, wie schwierig die Einschätzung der Montagsmahnwachen oft ist. In einigen Städten wurde mittlerweile eine klare Trennlinie zu bizarren Verschwörungstheorien und rechtem Gedankengut vollzogen, sodass eine pauschale Bewertung der Bewegung schwierig ist.

Da es sich in Worms um die erste Veranstaltung dieser Art handelte bleibt abzuwarten, in welche Richtung die weitere Entwicklung der „Montagsmahnwachen“ geht. Schafft es diese Bewegung sich wie auch in anderen Städten zu einer „Friedensbewegung“ zu emanzipieren oder bleibt sie das, was sie zumindest in Worms momentan zu sein scheint: eine Plattform für rechte Verschwörungstheoretiker.

Neu gewählter NPD Stadtrat greift antifaschistische Kundgebung an

Update 31.5.:
Nach einem Kurzbericht der Wormser Zeitung ermittelt die Polizei zu dem Fall. Kaum zu glauben: Randale-Weick attackiert bewaffnet die Demonstranten und behauptet, er würde angegriffen…

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/115100

Nachdem der Einzug der NPD in den Wormser Stadtrat bekannt wurde, gab es eine spontane Demonstration von der Synagoge in der Judengasse zum Rathaus, um dort eine Mahnwache abzuhalten. Anschließend gab es eine weitere spontane Kundgebung vor dem Haus des Spitzenkandidaten Michael Weick, der mit Flaschenwürfen, Pfefferspray und einer Verdrehung der Tatsachen antwortete.

Am 26.05.2014 bestätigte sich das, was in Worms viele befürchtet hatten: Die NPD zieht in den neu gewählten Wormser Stadtrat ein. Allerdings glücklicher Weise nicht in Fraktionsstärke- das bleibt den Wormsern gerade noch erspart.

Nach Bekanntwerden der vorläufigen amtlichen Endergebnisse versammelten sich Antifaschist_innen aus Worms und Umgebung an der Synagoge und zogen in einer Demonstration zum Rathaus. In einer spontanen Kundgebung sprachen Redner_innen des „Runden Tischs“, des Unterstützerkreises der Flüchtlinge sowie des Bündnisses „Schöner leben – Nazis stoppen!“ und machten auf die Gefährlichkeit der NPD aufmerksam, ermutigten aber auch zu einem weiteren Engagements gegen Rechts.

Spontan kam auch Oberbürgermeister Kissel hinzu und sprach in einer kurzen Ansprache zu den vor dem Rathaus versammelten Demonstranten. Er betonte hierbei, dass es auch notwendig sei, die Ängste und Motive der Menschen, die sich bei dieser Wahl für die Nazis entschieden haben ernst zu nehmen und sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Einige Aktivist_innen fuhren anschließend in die Wormser Karl-Marx Siedlung um vor dem Wohnhaus des Spitzenkandidaten eine Spontankundgebung abzuhalten.

Auf dem Grundstück befand sich zu diesem Zeitpunkt zunächst nur der Großvater des NPD „Spitzenkandidaten“, während sich dieser in der Wohnung aufhielt. Ziel war es vor dem Haus des neu gewählten Stadtratsmitglieds der NPD, Michael Weick eine Kundgebung durchzuführen, deren Charakter entschieden aber friedlich sein sollte – eine Eskalation sollte von der Kundgebung nicht ausgehen. Das Grundstück wurde nicht betreten oder in sonst irgendeiner Weise angegriffen. An diesen Konsens hatten sich während der gesamten Zeit alle Beteiligten gehalten.

Als sich die Aktivist_innen auf den Rückweg machten und schon einige Meter von dem Wohnhaus entfernt hatten, wurden sie unvermittelt von dem neu gewählten Wormser Stadtratsmitglied Michael Weick mit Flaschenwürfen angegriffen. Nur Glück verhinderte, dass Menschen schwer verletzt wurden. Als nun einige Antifaschist_innen an das Grundstück zurückgingen, wurden sie von Weicks Großvater mit einer Dachlatte angegriffen und als „Scheiß Kommunisten“ beschimpft bis das NPD-Stadtratsmitglied mit Pfefferspray auf die Aktivist_innen zurannte, die sich daraufhin endgültig zurückzogen.

In der Selbstdarstellung der NPD und den Kommentaren der Nazis auf der facebook- Seite der Wormser Zeitung war dann zu lesen, dass die Aggressionen von Antifaschist_innen ausgegangen seien, die einen 80-jährigen Mann mit einer Eisenstange zusammengeschlagen haben sollen. Dies stellt, leider mal wieder, eine komplette Verdrehung der Tatsachen dar und ist schlichtweg falsch. Ziel der Aktion war es nie eine direkte Konfrontation einzugehen.

Was in den Kommentaren und Stellungnahmen der Nazis im Internet verschwiegen wird: die unübersichtliche Situation begann erst damit, dass die sich schon auf dem Heimweg befindlichen und völlig friedlichen Kundgebungsteilnehmer_innen vom NPD „Spitzenkandidaten“ mit Bierflaschen, die zum Teil nur knapp die Köpfe der Aktivist_innen verfehlten, angegriffen wurden.

Dieser Aktion zeigt ein weiteres Mal, dass NPD-Kader auch schwere Verletzungen und sogar Menschenleben in Kauf nehmen.

Die spontane antifaschistische Kundgebung beweist nicht zuletzt dadurch ihre Legitimität, da sie auf die Gefahr hingewiesen hat, die von der NPD, ihren Mitgliedern und Unterstützern ausgeht.

NPD im Stadtrat, Demo und Mahnwache als Reaktion

Am Montag, dem 27.5.2014 zog eine Gruppe von der Synagoge Richtung Rathaus und machte auf den Einzug der NPD in den Wormser Stadtrat aufmerksam. Dabei waren spontane Passanten und verschiedene Akteure des lokalen Widerstandes gegen die Nazis, darunter auch die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich. Dort angekommen gab es noch eine Mahnwache, bei der Pfarrer Dr. Achim Müller, Angelika Wahl und Aktivisten vom Kritischen Kollektiv / iL Rhein-Neckar sprachen. Dabei wurde auf die Gefahr der NPD sowie auf das Wegsehen der Wormser Politik eingegangen, zum Unbehagen des anwesenden Oberbürgermeisters Michael Kissel.

Link zum Bericht der Wormser Zeitung:
http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/mahnwache-gegen-rechts-in-worms-gruppe-zieht-vom-synagogenplatz-zum-rathaus_14173457.htm

Link zu den Ergebnissen der Kommunalwahl:
http://wahlen.worms.de/stadtrat/

Statt „Die Rechte“ jetzt NPD in Worms!

Wie die meisten wahrscheinlich schon mitbekommen haben, hat die Partei „Die Rechte“ ihren Aufmarsch in Worms abgesagt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass sich die NPD für Samstag in Worms angekündigt hat.

Noch schlechter ist, dass die NPD es geschafft hat die nötigen Unterstützungsunterschriften zu sammeln und jetzt zur Kommunalwahl zugelassen ist. Für uns ist es egal ob sich die Nazis jetzt „Die Rechte“, „NPD“ oder „Der III. Weg“ nennen oder sich hinter irgendwelchen Bürgerinitiativen verstecken. Wir rufen weiter dazu auf am Samstag den Nazis in Worms entgegen zu treten. Wir sind solidarisch mit anderen Initiativen in anderen Städten, die die gleichen Ziele verfolgen wie wir. Bei einer reinen Symbolpolitik gegen Nazis kann es nicht bleiben. Diese ist jetzt auch in Worms ganz offensichtlich gescheitert.

 

Hintergrundinfos:

http://www.infobuero.org/2014/04/worms-die-rechte-sagt-aufmarsch-ab-npd-kuendigt-veranstaltung-an/

Erfolgreiche Putzaktion gegen Naziparolen

Worms: Aktivisten vom „Aktionsbündnis Schöner leben – Nazis stoppen“ entfernen braune Propaganda

Beim angekündigten Stadtspaziergang am 4.4.2014 gegen neonazistische Aufkleber und Parolen hatten sich mehrere Menschen am Hauptbahnhof in Worms eingefunden. Besonders die NPD-Kandidatur bei der Kommunalwahl und der kommende Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ am 12.4. in Worms haben die neonazistische Szene veranlasst, die Stadt mit Sprüchen wie „Deutschland über alles“ zu verunreinigen.

Mit Spachtel und Engagement

Sowohl in Teilen der Innenstadt als auch in Richtung Karl-Marx Siedlung, wo der aktuelle NPD-Spitzenkandidat Michael Weick wohnt, waren besonders viele Aufkleber zu finden. An der dortigen Bushaltestelle „der alte Postweg“ mussten über 20 Sticker entfernt werden, auch um die Hinweisschilder und den Fahrplan wieder lesen zu können.

Einige Passanten nahmen die Aktion erfreut zur Kentnnis. So endete dieser Stadtspaziergang erfolgreich: Ca. 190 Sticker wurden entfernt.

Link zum Artikel in der Wormser Zeitung:

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/worms-die-rechte-sagt-demo-ab-aktionsbuendnis-entfernt-aufkleber_14037031.htm

Schöner leben – Nazis stoppen!

Am 12. April planen Nazis der Partei „Die Rechte“ in Worms einen überregionalen Aufmarsch unter dem Motto: „Sicher leben! – Asylflut stoppen“. Die Nazi-Splitterpartei versucht damit, Flüchtlinge als Bedrohung darzustellen, Ängste zu schüren, rassistische Stimmungen der Gesellschaft zu eskalieren und damit ein Klima zu schaffen, in dem Hemmschwellen für Gewalttaten fallen.

Das öffentliche Auftreten von Nazis stellt eine direkte Gefahr für alle Menschen dar, die nicht in ihr Weltbild passen. Dem muss ein breiter gesellschaftlicher Widerstand entgegen gesetzt werden!

Kommt zahlreich am 12. April 2014 nach Worms und lasst uns gemeinsam mit direkten Blockaden und Aktionen des zivilen Ungehorsams verhindern, dass die faschistische Hetze auf die Straße getragen wird. Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel durchzusetzen versuchen. Nazis widersetzen!

Treff­punkt zur ge­mein­sa­men Blo­cka­de: 13.​00, Hbf Worms (Rück­sei­te)

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