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27.1.2015 Stoppt die rechten Provokateure!

Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms

27. Januar 2015 in Worms
Stoppt die rechten Provokateure!

Aktives Gedenken an die Opfer des Naziregimes muss heute auch heißen:
Vielfältiges mutiges Engagement
– gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
– für ein uneingeschränktes Asylrecht und Solidarität mit den Flüchtlingen!

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen als Teil der Anti-Hitler-Koalition das Konzentrations und Vernichtungslager Auschwitz in Polen. Die dort menschenunwürdig untergebrachten und unmenschlich behandelten Überlebenden gaben Zeugnis von Verbrechen der Nazis, wie sie
bis dahin nicht für möglich gehalten wurden. Deshalb ist der jährliche Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar nicht nur eine Erinnerung, sondern auch eine Mahnung an jüngere Generationen, solche Grausamkeit nicht bloß abzulehnen und zu ächten, sondern alles Erdenkliche zu tun, um Menschen vor rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Kreaturen zu schützen.

In diesem Sinne wendet sich das „Bündnis gegen Naziaufmärsche
Worms“ nicht nur gegen die für den 27. Januar 2015 von der NPD in Worms vor der Pestalozzi-Schule geplante Zusammenrottung von Nazis und die zu erwartenden hetzerischen Angriffe auf die Flüchtlinge in unserer Stadt. Gleichzeitig ruft das Bündnis alle Wormser Bürger/innen auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen der aktiven Solidarität mit allen aus anderen Ländern
eingewanderten und hier in unserer Mitte lebenden Menschen zu setzen.
Beteiligt Euch am 27. Januar 2015
ab 14 Uhr am Protest gegen den geplanten Naziaufmarsch und
ab 16 Uhr an der Solidaritätskundgebung
vor der Pestalozzi-Schule, Bensheimer Straße 45, in Worms.

Veranstalter: Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms
Verantwortlich: Silvia Schall und Heiner Bögler

Nachberichte:

http://www.w1-extrablatt.de/nachrichten/detail/anzeigen/5756/

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/kundgebung-der-npd-in-worms-loest-protest-aus-mehr-als-hundert-teilnehmer-bei-gegendemonstration_14964292.htm

Mahnwache gegen Rechts

Aufruf zur Mahnwache zur Stadtratssitzung am 23. Juli 2014

Bei der Kommunalwahl 2014 konnte die NPD in Worms einen Stimmenanteil von 2,83% erreichen und somit ein Mandat im neu gewählten Wormser Stadtrat erreichen. Dieses Ergebnis ist mehr als nur ein Warnschuss, scheint die Stimmungsmache der NPD gegen Flüchtlinge und Menschen islamischen Glaubenes in einigen Stadteilen eine gewisse Zustimmung erfahren zu haben. Gleichzeitig ist der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ bei der Europawahl mit einem Stimmenanteil von 7,8% ebenfalls mehr als nur ein Achtungserfolg gelungen. Am 23. Juli trifft sich um 14 Uhr erstmals der neu gewählte Stadtrat.

Wir als Bündnis „Schöner leben – Nazis stoppen“, in dem sich Gruppen, Parteivertreter_innen und Einzelpersonen aus Worms und Umgebung zusammengeschlossen haben, möchten zur Teilnahme an einer Mahnwache aufrufen. Denn Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz können niemals die Antworten auf wirtschaftliche Krisenhaftigkeit und die damit verbundenen Unsicherheiten sein.

Kundgebung
am 23. Juli 2014 ab 11:30 Uhr
auf dem Wormser Marktplatz

Lasst uns gemeinsam NEIN sagen zu rechter Hetze, zu offen faschistischen Äußerungen der NPD, genauso wie zum Rassismus der AfD. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass in unserer Gesellschaft kein Platz ist für Rassismus, Intoleranz, Verwertungslogik, Homophobie und Sexismus.

Neu gewählter NPD Stadtrat greift antifaschistische Kundgebung an

Update 31.5.:
Nach einem Kurzbericht der Wormser Zeitung ermittelt die Polizei zu dem Fall. Kaum zu glauben: Randale-Weick attackiert bewaffnet die Demonstranten und behauptet, er würde angegriffen…

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/115100

Nachdem der Einzug der NPD in den Wormser Stadtrat bekannt wurde, gab es eine spontane Demonstration von der Synagoge in der Judengasse zum Rathaus, um dort eine Mahnwache abzuhalten. Anschließend gab es eine weitere spontane Kundgebung vor dem Haus des Spitzenkandidaten Michael Weick, der mit Flaschenwürfen, Pfefferspray und einer Verdrehung der Tatsachen antwortete.

Am 26.05.2014 bestätigte sich das, was in Worms viele befürchtet hatten: Die NPD zieht in den neu gewählten Wormser Stadtrat ein. Allerdings glücklicher Weise nicht in Fraktionsstärke- das bleibt den Wormsern gerade noch erspart.

Nach Bekanntwerden der vorläufigen amtlichen Endergebnisse versammelten sich Antifaschist_innen aus Worms und Umgebung an der Synagoge und zogen in einer Demonstration zum Rathaus. In einer spontanen Kundgebung sprachen Redner_innen des „Runden Tischs“, des Unterstützerkreises der Flüchtlinge sowie des Bündnisses „Schöner leben – Nazis stoppen!“ und machten auf die Gefährlichkeit der NPD aufmerksam, ermutigten aber auch zu einem weiteren Engagements gegen Rechts.

Spontan kam auch Oberbürgermeister Kissel hinzu und sprach in einer kurzen Ansprache zu den vor dem Rathaus versammelten Demonstranten. Er betonte hierbei, dass es auch notwendig sei, die Ängste und Motive der Menschen, die sich bei dieser Wahl für die Nazis entschieden haben ernst zu nehmen und sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Einige Aktivist_innen fuhren anschließend in die Wormser Karl-Marx Siedlung um vor dem Wohnhaus des Spitzenkandidaten eine Spontankundgebung abzuhalten.

Auf dem Grundstück befand sich zu diesem Zeitpunkt zunächst nur der Großvater des NPD „Spitzenkandidaten“, während sich dieser in der Wohnung aufhielt. Ziel war es vor dem Haus des neu gewählten Stadtratsmitglieds der NPD, Michael Weick eine Kundgebung durchzuführen, deren Charakter entschieden aber friedlich sein sollte – eine Eskalation sollte von der Kundgebung nicht ausgehen. Das Grundstück wurde nicht betreten oder in sonst irgendeiner Weise angegriffen. An diesen Konsens hatten sich während der gesamten Zeit alle Beteiligten gehalten.

Als sich die Aktivist_innen auf den Rückweg machten und schon einige Meter von dem Wohnhaus entfernt hatten, wurden sie unvermittelt von dem neu gewählten Wormser Stadtratsmitglied Michael Weick mit Flaschenwürfen angegriffen. Nur Glück verhinderte, dass Menschen schwer verletzt wurden. Als nun einige Antifaschist_innen an das Grundstück zurückgingen, wurden sie von Weicks Großvater mit einer Dachlatte angegriffen und als „Scheiß Kommunisten“ beschimpft bis das NPD-Stadtratsmitglied mit Pfefferspray auf die Aktivist_innen zurannte, die sich daraufhin endgültig zurückzogen.

In der Selbstdarstellung der NPD und den Kommentaren der Nazis auf der facebook- Seite der Wormser Zeitung war dann zu lesen, dass die Aggressionen von Antifaschist_innen ausgegangen seien, die einen 80-jährigen Mann mit einer Eisenstange zusammengeschlagen haben sollen. Dies stellt, leider mal wieder, eine komplette Verdrehung der Tatsachen dar und ist schlichtweg falsch. Ziel der Aktion war es nie eine direkte Konfrontation einzugehen.

Was in den Kommentaren und Stellungnahmen der Nazis im Internet verschwiegen wird: die unübersichtliche Situation begann erst damit, dass die sich schon auf dem Heimweg befindlichen und völlig friedlichen Kundgebungsteilnehmer_innen vom NPD „Spitzenkandidaten“ mit Bierflaschen, die zum Teil nur knapp die Köpfe der Aktivist_innen verfehlten, angegriffen wurden.

Dieser Aktion zeigt ein weiteres Mal, dass NPD-Kader auch schwere Verletzungen und sogar Menschenleben in Kauf nehmen.

Die spontane antifaschistische Kundgebung beweist nicht zuletzt dadurch ihre Legitimität, da sie auf die Gefahr hingewiesen hat, die von der NPD, ihren Mitgliedern und Unterstützern ausgeht.

NPD im Stadtrat, Demo und Mahnwache als Reaktion

Am Montag, dem 27.5.2014 zog eine Gruppe von der Synagoge Richtung Rathaus und machte auf den Einzug der NPD in den Wormser Stadtrat aufmerksam. Dabei waren spontane Passanten und verschiedene Akteure des lokalen Widerstandes gegen die Nazis, darunter auch die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich. Dort angekommen gab es noch eine Mahnwache, bei der Pfarrer Dr. Achim Müller, Angelika Wahl und Aktivisten vom Kritischen Kollektiv / iL Rhein-Neckar sprachen. Dabei wurde auf die Gefahr der NPD sowie auf das Wegsehen der Wormser Politik eingegangen, zum Unbehagen des anwesenden Oberbürgermeisters Michael Kissel.

Link zum Bericht der Wormser Zeitung:
http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/mahnwache-gegen-rechts-in-worms-gruppe-zieht-vom-synagogenplatz-zum-rathaus_14173457.htm

Link zu den Ergebnissen der Kommunalwahl:
http://wahlen.worms.de/stadtrat/

Wichtige Nummern für 12.4.2014

Demosanis: 0157 323 88954

Infotelefon: 0151 221 269 31

Twitter: #1204nazifrei; twitter.com/akantifa

Ermittlungsausschuss: 0162 864 455 4

Zum Ermittlungsausschuss:

Ruft an, wenn Ihr Festnahmen beobachtet habt. Sagt uns deutlich Namen und wenn möglich Geburtsdatum der vermissten Person, sowie Ort und Anlass der Festnahme – natürlich ohne irgendwen zu belasten!!! Hinterlasst bitte auch eine Kontaktnummer. Dann können wir rechtzeitig AnwältInnen organisieren, wenn eine Haftprüfung droht. Generell gilt: es muss nicht sofort nach einer Festnahme beim EA angerufen werden – es hilft mehr, eine halbe Stunde später an einer ruhigen Ecke mit dem EA zu telefonieren, als direkt aus einer lauten, hektischen Demosituation heraus, in der wir akustisch oft kaum etwas verstehen. Direkt nach Festnahmen können auch wir nichts für die Betroffenen tun – wartet deshalb besser einen ruhigen Moment ab, versichert Euch, dass die Person wirklich mitgenommen wurde und versucht z.B. schon mal das Geburtsdatum heraus zu finden. Und ganz wichtig: belastet niemanden während eines Telefonats: uns helfen wenn dann nur die Vorwürfe, die die Behörden selbst sagen, keine Vermutungen oder Spekulationen, wer wann was getan hat!
Genauso wichtig:
Meldet Euch unbedingt auch, wenn Ihr (oder Eure FreundInnen) wieder draußen seid, damit wir nicht unnötig in der Gefangenensammelstelle nach Leuten suchen müssen, die längst wieder in Freiheit sind.

Aktionsinfos 12.4.2014

Naziaufmarsch April 2014

Also: 10.00 Uhr am „Römischen Kaiser“ in Worms. Lasst uns versuchen, den Platz zu verstopfen, blockieren, einfach im Weg zu sein. Und falls man die Nazis auf den Platz lässt, lasst uns – mit Glocken, Pfeifen, Rufen – so laut sein, dass man Ihre Hassreden nicht verstehen kann. Wir sind kreativ und vor Ort!

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