Archiv | Mai 2015

Eröffnungsrede der Ausstellung Neofaschismus

Neofaschismus Flyer InternetDie Rede, welche das Aktionsbündnis „Schöner leben – Nazis stoppen“, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Neofaschismus in Deutschland“ im Wormser Rathaus, neben der Lutbergemeinde, einem Vertreter des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus und OB Kissel gehalten hat.

Presselinks: Wormser Zeitung, Nibelungen Kurier

„Sehr geehrter Herr Kissel,

Sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Genossinnen und Genossen

„Neofaschismus in Deutschland“ lautet der Titel der Ausstellung, die wir zusammen mit dem „Runden Runden Tisch der Luthergemeinde gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ sowie dem VVN-BdA RLP nach Worms gebracht haben. Diese Ausstellung war uns gerade in Worms wichtig. Unter einer Politik des Wegschauens und Ignorierens rechter Strömungen konnte sich hier in den letzten Jahren eine Naziszene etablieren. Sichtbar wurde dies mit der Präsenz eines Vertreters der NPD im Wormser Stadtrat und – ich möchte anmerken – wir konnten nach der Wahl froh sein, dass es nur einer war.
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Hausverbot für Weick bei Waldhof

„Sehr geehrter Herr Weick,
uns liegen Informationen vor, dass sie im April 2015 vom Amtsgericht Worms wegen Volksverhetzung rechtskräftig verurteilt wurden.
Der Sportverein Waldhof Mannheim 07 e.V. versteht sich als Verein, bei dem sich Menschen jeder Herkunft, sozialen Stellung, Religion sowie Weltanschauung willkommen und wohl fühlen sollen.
Zu dieser Vereinsphilosophie passt es nicht, wenn sich bei uns Zuschauer aufhalten, die nachweislich gegen andere Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe gehetzt haben.
Deshalb erteilen wir Ihnen ein örtliches Hausverbot bis zum 30.06.2016 für die Spielstätten des SV Waldhof Mannheim 07 e.V.“

Ausstellung Neofaschismus in Deutschland

Neofaschismus Flyer InternetAusstellung „Neofaschismus in Deutschland“

vom 28. Mai bis 11. Juni 2015 im Rathaus der Stadt Worms.

Neonazis diskriminieren in Deutschland Menschen, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in ihr Menschen-und Weltpild passen. Über 180 Todesopfer hat die neofaschistische und rassistische Gewalt seit 1990 gefordert. Die Hetze gegen Flüchtlinge und die tätlichen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nehmen in erschreckendem Umfang zu. Auch in Worms versuchen NPD und andere Neonazis, ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.
Die Ausstellung will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht zum Alltag gehört. Sie informiert über dessen Ideologie und Praxis und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns.

Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 27. Mai 2015, 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist im Rathaus vom 28. Mai bis 11. Juni, montags bis donnerstags, von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie freitags bis 17.30 Uhr zu sehen.

Wir veranstalten die Ausstellung zusammen mit dem „Runden Tisch der Luthergemeinde gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ sowie dem VVN-BdA RLP. Finanziell gefördert wurde die Ausstellung in Worms durch den Förderverein Projekt Osthofen e.V., dem Kulturamt der Stadt Worms, dem DGB-Stadtverband Worms und Einzelgewerkschaften.

1. Mai: NPD Aufmarsch durch Worms blockiert

schönerlebenPressemitteilung des Bündnisses Schöner leben – Nazis stoppen

Gemeinsam mit Antifaschist*innen aus der Region haben wir heute erfolgreich verhindert, dass die NPD ihren Aufmarsch durch Worms durchführen konnte. Worms hat deutlich gezeigt, dass Nazis in dieser Stadt nicht erwünscht sind. Trotz des Regens haben rund 400 Aktivist*innen den Kreisel Gaustraße/Pfortenring blockiert. Eine Sitzblockade mit etwa 25 Personen in der Renzstraße wurde zuvor von der Polizei geräumt. Nachdem die Nazis zwar in der Renzstraße ihren Aufmarsch beginnen konnten, wurden sie nach etwa zwei Stunden Warten wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückgeschickt. Das Blockadekonzept des Bündnis Schöner Leben – Nazis Stoppen ist so wie wir es geplant hatten vollends aufgegangen und wir verbuchen den Tag als Erfolg für uns. Dass in Worms die Nazis heute keine Chance hatten, hat die Stadt vor allem denen zu verdanken, die im Vorfeld als „gewalttätige Autonome“ verschrien wurden. Erst das solidarische und entschlossene Handeln von Antifaschist*innen aus Worms und umliegenden Städten hat diesen Tag möglich gemacht.

Mit einer kraftvollen Spontandemonstration auf Teilen der geplanten Route des rechten Aufmarsches sind die Blockierenden dann zurück zum Hauptbahnhof gezogen.

Wir verurteilen die völlig überzogenen Vorkontrollen der Polizei bei den anreisenden Gegendemonstrant*innen. Durch diese Schikanen wird legitimer antifaschistischer Protest diskreditiert. Zudem verurteilen wir die unprovozierten Angriffe einzelner Polizist*innen auf Antifaschist*innen.

Wir bedanken uns bei allen Leuten, die heute auf der Straße waren und den Aufmarsch der NPD verhindert haben. Ein großes Dank gebührt auch denjenigen, die an der Vorbereitung und Planung dieses Tages beteiligt waren. Gute Besserung an die verletzten Demonstrant*innen.

Bündnis Schöner Leben – Nazis Stoppen

 

Nachberichte: Beobachternews  ,     Antifascist Infoblog Rhein-Neckar
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