Archiv | September 2014

4 Monate Dauerwahnsinnssendung

Bericht zur 16. Wormser „Friedens“ Montagsmahnwache am 22.9.2014

An einem kalten Septembertag trafen sich 20 Menschen um die übliche Mischung aus „die Medien lügen, Russland gut, Amerika schlecht“ zu hören, ergänzt mal wieder um eine verkürzte Kapitalismuskritik.

Die Musik machte wieder Hubert Kern und den Ankündiger machte Organisator Matthias, da der verantwortliche Veranstalter Armin Neubecker erst später kam.

Den ersten Vortrag machte Stefan zu Handel und Krieg.
Es wird der Vergleich gezogen, dass Freihandel Krieg ist. Die Superreichen besitzen zu viel und haben entsprechend Einfluss auf die Politik. Medien und Politik werden gesteuert von den Reichen und das führt unweigerlich zum Krieg. Schuld sind eindeutig die Kapitalisten und der Krieg in der Ostukraine sei ja auch nur wirtschaftlich begründet.

Deutlicher wird er bei TTIP, eins der Freihandelsabkommen, welches auch von verschiedenen nicht-rechtsesoterischen Verbänden kritisch betrachtet wird. Die Stimme der Bürger, auf welche die Mahnwache sich ja immer berufen und nur sie vertreten, wird nicht gehört, weil wir (als Westen) ja alle „an Marionettenfäden hängen“. Und die EU ja „Griechenland ausblutet und aussaugt“. Wir leben in einer Kapital- und Finanzdiktatur und die Politiker sind der verlängerte Arm der amerikanischen Wall Street. Der Reichsbürger in den Mahnwachen blitzt auch kurz auf; Deutschland ist nicht souverän, weil die BRD ja noch unter Verwaltung steht und nicht reformierbar ist. Man sollte regional Alternativen entwickeln, wie Regionalgeder und ähnliches.

Es wird deutlich, dass die Kapitalismuskritik der Wormser Mahnwache zwar gegen Kapitalisten ist, aber nicht gegen Kapitalismus. Es wird nie erwähnt, dass der Kapitalismus strukturelle Gründe hat und nicht zu lösen ist, indem man die Superreichen, Warren Buffet, die Wall Street oder wen auch immer einfach enteignet oder direkt physisch angreift, was die Mahnwächter ja gerne mit „den Medien“ machen würden (siehe Bericht 8. Mahnwache). Falls man nämlich „die Kapitalisten“ eben als Getriebene innerhalb des Systems sieht, die sich aufgrund des Wirtschaftsystems in dem sie leben, so verhalten (müssen) verliert man sehr schnell die simple Erklärung, klar zu bennende Einzelpersonen und diffuse Feindbilder(Kapitalisten, Juden, Illuminaten, Bilderberger…) wären schuld und die Anschlussfähigkeit bzw. Verwurzelung nach rechts außen geht flöten. Den Widerspruch von Kapital und Arbeit hebt man nicht auf, wenn man einige oder viele Reiche „entfernt“, oder mehrere (Lokal-)Währungen einführt.

Der zweite Redner war Paul, wie immer mit seiner kruden Mischung aus Medien, Russland und Krieg. So behauptet er, die Medien behaupten, Putin würde behaupten in Polen einmarschieren zu wollen, behaupten andere. Alles klar? Aber es gibt ja „unendlich“ lange Güterzüge nach Rumänien und Co. die ja massenweise Panzer hintransportieren, aber niemand das bemerkt außer den Mahnwächtern und die Medien schweigen oder lügen ja alle sowieso. Und sie hetzen gegen Putin.

Das offene Mikrophon war nochmal interessant, so gab es 2 Leute, darunter der Redner Stefan, die ja deutsche Soldaten kennen und mit denen geredet haben, die in der Ukraine under cover, ohne offiziellen Auftrag, oder dass sie als deutsche zu erkennen wären gegen Putin kämpfen. Wer das sein soll wird nicht gesagt. Aber die Mahnwächter haben das aufgedeckt. Irgendwie.
Es gab auch noch die Warnung von Paul, dass sich Leute in Mahnwachen einschlichen um die Bewegung zu spalten. Offenbar gibt es wohl doch Leute bei den Mahnwachen, bei denen die immer so groß postulierte Offenheit und Meinungstoleranz Grenzen hat.

Anschließend wurde noch erwähnt, dass es eine Sammelaktion für ukrainische Flüchtlinge gibt. Fraglich ob diese nach staatlich kontrollierten (damit das womöglich nicht in den Taschen der Mahnwächter verschwindet?) Regeln abläuft.

 

 

Pressespiegel zur Stadtratssitzung am 10.9.2014

Weick war in Begleitung von mehreren Personen, darunter René Hirschfeld aus Worms und dem NPD Landeschef Markus Walter wieder aufgetaucht, aber in der Sitzung recht erfolglos. Er wurde u.a. von Oberbürgermeister Kissel zum Thema Fraktionsstatus belehrt.

Nibelungen Kurier:

http://nibelungen-kurier.de/npd-im-stadtrat-isoliert/

Wo! Magazin:

http://wo-magazin.de/wer-hat-angst-vorm-braunen-mann/

Wormer Zeitung:

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/stadtratssitzung-in-worms-npd-mann-ist-nicht-in-den-ausschuessen-eine-person-bildet-keine-fraktion_14565434.htm

 

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